By Erwin Lesch (auth.), Erwin Lesch (eds.)

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer e-book records mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Es stellt sich heraus, daß erhebliche Transfigurationsleistungen auch ohne Beherrschung des Zahlwortes, ohne Abzählen und vollends ohne unmittelbare Erkenntnis des Zahlwertes der Gruppen möglich sind. Man kann deshalb mit diesem Verfahren auch bei sprachlich sehr rückständigen Kindern gewisse beträchtliche Erfolge in der Richtung auf Zahlverständnis erzielen. Unsere einfache, leicht nachzubildende Methode läßt sich mannigfach variieren. Die einzelnen Abwandlungen sind psychologisch und pädagogisch jede an ihrer besonderen Stelle zu verwenden.

Auch bei den auf sehr andere Sonderprobleme gerichteten Untersuchungen, zu denen wir jetzt übergehen, trafen wir immer wieder auf den im Vorausgehenden von uns so stark betonten übergreifenden Charakter primitiver Ganzheiten. Immer aufs neue stellte es sich heraus, daß gewisse eigenartig hohe Leistungen der Kinder nur so zu erklären sind, daß die entscheidenden Erleheusganzen reich an Momenten und Zügen und doch arm an Gliedern und Teilen sind. Diese Vereinigung von oft sehr beträchtlichem Momentenreichtum mit erheblichem Differe~iertheits- und Gliederungsmangel bedeutet, daß es sich hierbei immer um relativ gefühlsmächtige, ja um selber gefühlsartige 3 ) Ganze, nicht selten um Gefühle im vollen Sinne des 1 ) (zu S.

Volkelt: Neue Untersuchungen über die kindliche Auffassung sich von immer neuen Seiten und immer eindrucksvoller, daß das Kleinkind die ebenen Figuren wie die körperlichen Gegenstände auf frühesten Stufen fast durchweg, auf den folgenden in vieler Hinsicht ganzheitlicher wiedergibt als der Erwachsene, es sei denn, daß sich dieser in seinem graphischen Ausdruck in ausgesprochen expressionistischer Richtung um Zusammenballung gewisser Eigenschaften und Wirkungsweisen der Dinge bemüht. Denn der zeichnerische Ausdruck des Kleinkindes ist dem Expressionismus in der Tat in mehreren Hauptzügen verwandt, und zwar vorzüglich insofern, als beide nicht so sehr nur die äußere optische Erscheinung der Dinge als vielmehr ihr ganzheitliches Wesen, also auch abgekehrte Seiten oder optisch gar nicht wahrnehmbare Eigenschaften des Dinges und darüber hinaus die volle "Auseinandersetzung" (A.

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